Verkehrsrecht - Strafverfahren und Owi

Wichtige Informationen zu Verkehrsstrafverfahren und Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren

Wieder gilt als erste und wichtigste, aber auch zugleich ganz einfach zu befolgende Handlungsempfehlung: machen Sie von Ihrem Schweigerecht Gebrauch und suchen Sie einen Anwalt Ihres Vertrauens auf, der für Sie die weitere Verteidigungsstrategie entwickelt.

Die Folgen einer Verurteilung können auch in Verkehrssachen erheblich sein. Neben Fahrverboten können Freiheitsstrafen und empfindliche Geldstrafen drohen. Gerade auch für Berufskraftfahrer, Vielfahrer und alle Menschen, die aus privaten oder beruflichen Gründen auf ein Fahrzeug angewiesen sind, gilt es auch immer den Punktestand im Verkehrszentralregister („in Flensburg“) im Auge zu behalten.

Nur ein Rechtsanwalt kann Akteneinsicht nehmen. Anhand der Ermittlungsakte kann er dann die Ermittlungsergebnisse überprüfen und bewerten. Hierbei finden sich vielfach Ansätze für eine erfolgreiche Verteidigung, von denen nachfolgend einige aufgezählt werden sollen:

1. Rotlichtverstöße, Geschwindigkeitsverstöße, Abstand

  • Ist der Fahrer auf dem Beweisfoto überhaupt zu erkennen?
  • Bei Lasermessverfahren (ohne Beweisfoto): Wurde das Vieraugenprinzip eingehalten?
  • Ist die Messanlage geeicht?
  • Ist die Messanlage richtig aufgebaut?
  • Bei fest installierten Messanlagen: Sind alle Anlagenbestandteile noch in ordnungsgemäßem Zustand (bspw. kaputte Fahrbahn bei in der Fahrbahn eingebauten Messeinrichtungen)?
  • Sind die notwendigen Toleranzen in Abzug gebracht worden?
  • Sind die tatsächlichen und rechtlichen Besonderheiten eines jeden Messgeräts berücksichtigt (Sie wären erstaunt wie viele Besonderheiten jedes einzelne Messgerät aufweist)?
  • Waren die äußeren Bedingungen besonders (schlechtes Wetter, schlechter Fahrbahnbelag, ordnungsgemäße Verkehrsführung, ordnungsgemäße Beschilderung etc.) und machen sie ggf. eine Messung unzulässig oder unzuverlässig?
  • Ist das ausführende Personal ausreichend geschult und erfahren?
  • etc.

2. Alkoholbedingte Delikte, Drogendelikte u.ä

  • Besondere Umstände des Einzelfalls?
  • Fehler bei der Atem- und/oder Blutalkoholkontrolle?
  • Fehler in der Gutachtenserstellung?
  • Fehler bei der Feststellung der Wirkstoffmenge?
  • Vorgeschichte?
  • Prüfung der strafrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Folgen bezüglich der Fahrerlaubnis

3. Weitere Aspekte
Ihr Anwalt kann für Sie zudem Einsicht in das Verkehrszentralregister nehmen und die dortigen Eintragungen hinsichtlich ihrer Richtigkeit und Tilgungsreife überprüfen. Gerade auch das „Punktekonto“ sollte in eine umfassende Verteidigungsstrategie mit einbezogen werden.

Wir können Sie auch zu allen Fragen rund um MPU, Tilgungsfristen, Überliegefristen, Punkteabbau und verwaltungsrechtlichen Folgen (bspw. Entzug der Fahrerlaubnis durch die Führerscheinbehörde) beraten.